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„Vielfalt (er)leben“ – Projekttag und Sponsorenlauf an der Sekundarschule Ahlen

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Dienstag, 09.07.2019. Nein, heute ging es nicht für jede Schülerin und jeden Schüler in die eigene Klasse. Denn am heutigen Projekttag hieß es entsprechend dem Motto „Vielfalt (er)leben“: wir gucken einmal über den Tellerrand hinaus! Das begann bereits damit, sich von seiner gewohnten Klassengemeinschaft zu lösen und sich mit anderen Schülern gemeinsam in die Arbeit zu stürzen.

Projektarbeit

Von Stürzen verschont blieben dabei zum Glück die zwei Gruppen, die sich mit dem Fahrrad zur „Blauen Lagune“ bzw. zur Müllverbrennungsanlage in Hamm aufmachten. Zwei interessante Exkursionen, bei denen neben der körperlichen Bewegung auch die Wissensvermittlung nicht zu kurz kam. Einen weiteren Termin „außer Haus“ hatten die 15 Schülerinnen und Schüler, die das Pflegeheim Rosenhof besuchten und dort generationenübergreifend arbeiteten. „EigenARTIG“, ein weiteres Projekt, richtete sich speziell an Mädchen bzw. junge Frauen, die ebenfalls die Schule verließen, um u.a. kreative Fotos zu schießen. Darüber hinaus wurden von einer Projektgruppe Interviews zum Thema „Klima- und Umweltschutz“ in der Ahlener Innenstadt durchgeführt und ausgewertet. „Up to date“ – sind doch die Diskussionen und Debatten um die Zukunft unserer einen Welt aus der Gegenwart nicht mehr wegzudenken! So lag es auch nahe, dass sich fünf weitere Schülergruppen mit der „Fridays for future“-Bewegung, „Tellergeschichten“, dem „Upcyceln“, den Bienen sowie unserem Trinkwasser auseinandersetzten. Bemerkenswert, wie sich junge Menschen ihrer Verantwortung für den Lebensraum Erde stellen.

Verantwortung wird und wurde aber nicht nur für den blauen Planeten übernommen, sondern ebenso für den direkten Mitmenschen. So lernten die Teilnehmer im Workshop „Erste Hilfe“ wichtiges und richtiges Verhalten im Falle von kleineren und größeren Verletzungen bis hin zum Schock, Herzstillstand oder Schlaganfall.

Aber die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Ahlen können noch mehr. So bestand das Angebot auch aus sportlich-spielerischen Projekten. „Step up“ – zu beatreicher Musik aus aller Welt wurde hier sehr kreative und gleichzeitig schweißtreibende Arbeit in Form des Tanzens verrichtet. Nicht minder anstrengend erging es denjenigen Teilnehmern, die ihre vielseitigen sportlichen Fertig- und Fähigkeiten im Rahmen von „Supersportlerin/ Supersportler gesucht“ unter Beweis stellen mussten. Die mentale Stärke hingegen wurde v.a. in den Bereichen „Schach“ und „Gesellschaftsspiele“ gefordert. Mit Spannung verfolgten die Schülerinnen und Schüler das Duell auf 64 Feldern beim Schach oder aber den Rohstoffhandel um Lehm, Holz, Getreide, Erz und Wolle bei „Siedler von Catan“.

Doch die Sekundarschule Ahlen wäre nicht die Sekundarschule Ahlen, wenn sie nicht auch im musikalisch-künstlerischen Bereich breit aufgestellt wäre. So wurde in weiteren Projektgruppen mit der Nähmaschine genäht, es wurden Gegenstände aus Ton für den Schulgarten hergestellt und Wanddekorationen für das Haus des Lernens gebastelt und gemalt. Des Weiteren kam es im hauseigenen „Rockpalast“ zu musikalischen Leckerbissen mit tollem Spiel von Instrumenten und überzeugendem Gesang.

Und ja, kaum zu glauben: selbst ein Schulfach stand auf dem Programm: Mathematik. Aber mal anders! Denn Mathematik betrifft uns alle – überall – jeden Tag. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten begeistert mit und setzten sich intensiv mit mathematischen Aspekten unserer Lebenswelt auseinander.

Die Projektgruppen „Schülerzeitung“ und „Fotografische Begleitung“ hatten die Zielsetzung, den Projekttag lebendig zu dokumentieren, um auch in Monaten noch darauf zurückblicken zu können. So besuchten sie alle Projekte, stellten den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern sowie leitenden Lehrkräften Fragen und ließen ihnen Raum, ihre Meinung zu äußern. Um Momente und Erinnerungen nicht nur in Textform festzuhalten, wurden parallel auch Fotos von der Arbeit in den einzelnen Gruppen gemacht. Text und Bild sollen nun im Anschluss in einer aussagekräftigen Schülerzeitung zusammengefügt werden.

Und dann war da noch die Verköstigung bzw. das Café! Es ist ja überall bekannt, vor allem auf hoher See: der Großteil der Mannschaft kann noch so gut sein – wenn das Essen nicht schmeckt, sinkt die Stimmung. Doch darum musste man sich wirklich keine Sorgen machen. Spezialitäten selbstgemacht – einige sprechen von „gezaubert“ – lautete die Maxime. Dieses Konzept ist zu hundert Prozent aufgegangen, schnell war alles ausverkauft! Und das für einen guten Zweck: der Förderverein sagt danke!

Sponsorenlauf  

Für die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen folgte ab 12 Uhr der Sponsorenlauf auf dem Schulhof. Sie wurden dabei von selbstständig gesuchten Sponsoren unterstützt, die ihnen für jede gelaufene Runde einen bestimmten Betrag spenden. So galt es, in zehn Minuten möglichst viele Runden zu absolvieren. Dabei traten die Klassen aufgrund der besseren Durchführbarkeit zeitlich gestaffelt an. Ein positiver Nebeneffekt war der, dass zu der begleitenden Gute-Laune-Musik die lautstarken Anfeuerungsrufe der Parallelklassen hinzukamen. So konnte man viele ehrgeizige Läuferinnen und Läufer beobachten, die beeindruckende Leistungen erbrachten und sich trotz kleinerer Wartephasen am Stempeltisch nicht aus der Ruhe bringen ließen. Die erlaufenen Beträge kommen der Schülerschaft selbst zugute; so soll zum Beispiel das Angebot des Übermittagsbereichs und der Bücherei mit Spielen und Büchern entsprechend der Schülerwünsche aufgestockt werden.

Fazit

„Vielfalt (er)leben“ – „Vielfalt (er)lebt“! In diesen wenigen Worten kann man diesen ereignisreichen Tag zusammenfassen. Den Schülerinnen und Schülern wurde die Gelegenheit geboten, an ihren Interessen orientiert zu arbeiten, mit anderen, vielleicht bisher unbekannten Mitschülern zusammenzuarbeiten, Neues zu entdecken und zu verstehen, ihr Verantwortungsbewusstsein für Mensch sowie Natur zu stärken und kreativ zu sein. Manch unentdeckte Talente wurden entdeckt, es wurde gemeinsam, gespielt, getanzt, gelacht und letztendlich auch gearbeitet. Alles in einer freundlichen, produktiven und dadurch inspirierenden Umgebung – der eigenen Schule, die viel mehr ist als eine Institution für die ausschließliche Vermittlung von Fachwissen!

Anbei ein paar Fotos des Tages: